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Biologie des Blutegels

Der medizinische Blutegel gehört zu den Ringelwürmern (Annelida). Somit ist er eng verwandt mit dem Regenwurm.

Blutegel bewegen sich im Wasser mit delphinartigen Schwimmbewegungen fort. An Land bewegen sie sich spannerraupenartig durch abwechselndes Festheften der Saugnäpfe.

Anatomie

Im Gegensatz zum kreisrunden Regenwurm hat der Blutegel einen ovalen Körperquerschnitt, der sich zu den Körperenden hin verjüngt, vorne mehr als hinten. Am Vorder- und Hinterende befindet sich jeweils ein Saugnapf. Der hintere ist größer als der vordere und dient ausschließlich dem Festhalten.

Die Mundöffnung befindet sich im vorderen Saugnapf. Der medizinische Blutegel gehört zu den Kieferegeln. Er besitzt drei strahlenförmig angeordnete Kiefer, die 60 – 100 feine Kalkzähnchen enthalten.

Blutegelsaugnäpfe
Saugnäpfe des Blutegels mit dreistrahligem Kiefer (Bildrechte: Dr. Claudia Moser)

Der Blutegel wird unterteilt in Körpersegmente, die wiederum in Ringe unterteilt sind. Diese Ringe entstehen durch Einkerbungen des Hautmuskelschlauches und dienen als Reservoir zur Ausdehnung bei der Nahrungsaufnahme.

An jedem Saugnapf befindet sich ein Nervenring. Diese sind durch das Bauchmark verbunden, das aus circa 20 Ganglienpaaren besteht. Daran angeschlossen sind zahlreiche Berührungsrezeptoren und einige Augenpaare am Vorderende auf der Oberseite des Blutegels. Sie besitzen kein Gehirn. Die Atmung erfolgt nicht mittels einer Lunge, sondern der Gasaustausch findet über die Körperoberfläche statt.

Blutegel sind aufgrund des Wasserreichtums ihrer Gewebe und dem Fehlen eines Verdunstungsschutzes nur in feuchter Umgebung überlebensfähig. Ein Regenerationsvermögen verloren gegangener Körperteile wie beim Regenwurm besitzt der Blutegel nicht.

Blutegel_Haeuten

Während der Häutungszeit sind die Blutegel schlapp und liegen apathisch auf dem Grund. Gelingt es ihnen nicht, die alte Haut abzustreifen, werden die Egel immer matter und sterben dann.

(Bildrechte: Dr. Claudia Moser)

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Blutegelarten

Als medizinische Blutegel werden heute vor allem Hirudo verbana (früher: Hirudo officinalis oder ungarischer Blutegel) verwendet. Dieser findet sich in Form verschiedener Unterarten in Südeuropa, dem Balkan bis in die Türkei.

Der eigentliche medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) ist in Deutschland, Zentraleuropa, England und Skandinavien ansässig. Im 19. Jahrhundert wurde diese Blutegelart durch die massenhafte Anwendung in der Medizin fast ausgerottet. Sie steht heute unter Artenschutz

Hirudo medicinalis lassen sich nur schwer züchten. Aus diesem Grund werden vor allem Hirudo verbana in der Medizin verwendet.

Vor einigen Jahren wurden diese beiden Blutegelarten nur als Farbvarianten derselben Art betrachtet. Heute weiß man, dass sich Hirudo verbana und Hirudo medicinalis in der Zusammensetzung ihres Sekrets unterscheiden. Alle Erkenntnisse und Beschreibungen von Blutegeln auf dieser Website beziehen sich auf Hirudo verbana.

Natürlich gibt es noch etliche andere Blutegelarten. Diese spielen jedoch in der medizinischen Anwendung bei uns keine Rolle.

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Färbung

Der Rücken des medizinischen Blutegels ist dunkelolivgrün gefärbt. Ein Paar rostbraune Längsstreifen unterteilt den Rücken in drei gleichbreite Längsbahnen. Die mittlere Längsbahn imponiert als dunkelolivgrüner Streifen ohne irgendeine Musterung. Die beiden äußeren Längsbahnen bestehen ebenfalls aus einem olivgrünen Grundton mit vielen schwarzen und rostbraunen Flecken.

Der Bauch und der Rücken des medizinischen Blutegels werden durch eine bräunlichgelbe Seitenkante voneinander getrennt. Die Bauchfläche ist grüngelb. Sie kann vereinzelt schwarze Flecken enthalten, die zu den Seiten hin ineinander verfließen und die Bauchseite gegen die bräunlichgelbe Seitenkante abgrenzen.

Färbung des Blutegels
Blutegel mit deutlich erkennbarer Färbung (Bildrechte: Dr. Claudia Moser)

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Fortpflanzung

Wie der Regenwurm ist auch der Blutegel ein Zwitter. Die Befruchtungszeit ist Juni bis August, in wärmeren Gegenden auch April bis Oktober. Nach der gegenseitigen Befruchtung legen die Blutegel eichelgroße Kokons mit 5 – 30 Eiern in die feuchte Ufererde oberhalb der Wasserlinie ab. Die Tiere können bis zu 8 Kokons in Abständen von 5 – 12 Tagen ablegen. Nach circa 6 Wochen entschlüpfen daraus die jungen Blutegel. Diese sind 10 – 20 mm lang, 1 – 2 mm breit und circa 70 mg schwer.

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Nahrung und Fressakt

In der Jugend besteht die Nahrung des Blutegels vor allem aus dem Blut kleiner wechselwarmer Wassertiere wie Frösche, Kaulquappen, Kröten, Molche oder Fische. Für das Wachstum ist das Blut wechselwarmer Tiere ausreichend. Für die Fortpflanzung dagegen spielt das Blut warmblütiger Tiere eine wichtige Rolle. Blutegel, die Warmblüterblut zu sich genommen haben, werden früher geschlechtsreif und legen in ihre Kokons mehr Eier ab.

Auf Wasserbewegungen, die von potentiellen Wirtstieren ausgelöst werden, reagiert der Blutegel äußerst empfindlich. Hat er sein Opfer erreicht, setzt er sich auf der Haut fest und beginnt eine geeignete Stelle zum Beißen zu suchen. In der Regel beißt er nicht gleich am ersten Ort. Mit dem lang gestreckten Vorderende sucht er tastend nach einer geeigneten Bissstelle. Hat er diese gefunden, hält sich der Blutegel in der Nähe mit dem hinteren Saugnapf fest. Dann setzt er den Kopf senkrecht von oben auf die Haut auf. Dabei findet eine starke Verbreiterung des vorderen Saugnapfes statt, der dabei eine kreisrunde, fest anhaftende Scheibe bildet. Danach schiebt er die dem Kopf benachbarten Leibesringe gegen das Kopfende, so dass sich der dem Kopf angrenzende Leib ebenfalls senkrecht nach oben aufrichtet.

Zum Durchsäbeln der Haut bewegen sich die Kiefer des Blutegels bogenförmig hin und her. Durch den dreistrahligen Kiefer entsteht eine mercedessternförmige Wunde. Der Biss des Blutegels ist relativ schmerzarm. Er wird verglichen mit einem Insekten- oder Nadelstich.

Ob der Blutegel die Hautoberfläche mit einem lokalwirksamen Anästhetikum betäubt oder nicht, ist heute noch nicht bekannt. Biologisch betrachtet wäre es durchaus sinnvoll.

Während des Saugens scheidet der Blutegel auf jeden Fall ein Sekret in die Wunde ab. Dieses erweitert die Blutgefäße und erhöht damit die Blutfülle im Gewebe um die Wunde, und hemmt die Blutgerinnung.

Während der Nahrungsaufnahme erhöht sich das Körpergewicht des Blutegels innerhalb einer halben Stunde bis Stunde auf das 5 – 10fache. Bei Sättigung lässt er los. Die Wunde des Wirtes blutet noch einige Stunden nach.

Nach der Nahrungsaufnahme ist der Egel prall geschwollen und stark in seiner Beweglichkeit eingeschränkt. Erst nach einer Woche ist er wieder zu einer schlängelnden Schwimmbewegung fähig.

Größenunterschied eines Blutegels vor dem Saugen (rechts) und danach (links)

(Bildrechte: Bottenberg, Heinz, Die Blutegeltherapie, Hippokrates-Verlag, 3. Auflage, 1983)

Der Blutegel speichert diese enorme Menge Blut in seinem Magen. Dieser besteht aus vielen Blindsäcken, die das ungerinnbar gemachte Blut über viele Monate speichern. Noch nach 18 Monaten ist der Mageninhalt flüssig, widersteht Fäulnis und enthält unveränderte Blutkörperchen.

Während der Nahrungsaufnahme wird Wasser aus dem aufgesaugten Blut vom Magen resorbiert, um die Nahrung zu konzentrieren. Die gespeicherte Blutmenge entspricht nur circa 60 % des aufgenommenen Blutvolumens. Das überflüssige Wasser wird noch während des Fressens als schleimiges Sekret über die Haut abgegeben, das den Blutegel gleichzeitig vor dem Austrocknen schützt.

Das gespeicherte Blut wird innerhalb von 5 – 18 Monaten verdaut. Aber schon nach ca. 2 – 4 Monaten ist der Blutegel wieder beiß- und saugwillig. Mit fortschreitendem Verbrauch der Nahrungsvorräte und dem danach einsetzenden Hungern werden die Egel wieder kleiner.

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5 Kommentare

  1. Andreas Weck-Heimann

    Sehr geehrte Frau Moser und Frau Dr. Moser,
    als Biologe (Parasitologie) möchte ich sie darauf aufmerksam machen, dass es sich bei den auf ihrer Internetpräsentation gezeigten Abbildungen (Bildrechte: Dr. Claudia Moser) eines Medizinischen Blutegels nicht um die Art „Hirudo medicinalis“, die in Mitteleuropa vorkommt, handelt. Ihre Abbildungen zeigen den Mediterranen (oder Ungarischen) Medizinischen Blutegel „Hirudo verbana“.
    Diese Art wird heute in den meisten Fällen für die Blutegeltherapie aus Südosteuropa oder der Türkei importiert und teilweise nachgezüchtet. Medizinische Blutegel werden als geschützte Art in Anhang V der Europäischen Fauna-, Flora-Habitat-Richtlinie geführt.
    Man kennt inzwischen neben Hirudo verbana und medicinalis auch noch weitere „Medizinische Blutegel“, die in früheren Zeiten – und gelegentlich auch noch heute – in Europa therapeutische Verwendung gefunden haben: Hirudo verbana var. bilineata, Hirudo orientalis, Hirudo troctina, Hirudo sulukii.

    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Weck-Heimann, Diplom-Biologe

    • Claudia

      Sehr geehrter Herr Weck-Heimann,

      vielen Dank für die Informationen.

      Wie von Ihnen vermutet, handelt es sich um Blutegel aus einer Zuchtanlage.

      Ich werde die Website entsprechend korrigieren.

      Ich dachte, dass der Name des ungarischen Blutegels Hirudo officinalis wäre. Anscheinend ist diese Information falsch. Gibt es Hirudo officinalis überhaupt?

      Mit freundlichen Grüßen
      Claudia Moser

      • Andreas Weck-Heimann

        Sehr geehrte Frau Dr. Moser,

        „Hirudo officinalis“ bzw. „Sanguisuga officinalis“ ist ein Synonym für „Hirudo verbana“, aus dem 19. Jahrhundert.
        H. verbana existiert in mehreren genetischen Variationen.
        Es gibt die östlich H. verbana-Gruppe (Südosteuropa) bis in die Türkei hinein,
        eine westliche Variante im Balkan und dem italienischen Stiefel,
        sowie eine gerade erst „wieder-endeckte“ Variante (H. verbana var. bilineata) im nördlichen Teil der Iberischen Halbinsel (Spanien/Portugal).
        In den zentralen und südlichen Teilen Spaniens/Portugals geht die Gattung Hirudo dann in die Art „Hirudo troctina“ über. H. troctina ist auch in Nordafrika der einheimische Medizinische Blutegel.
        Weit im Südosten findet sich Hirudo orientalis, der ebenfalls noch gelegentlich gehandelt wird.
        Ab der südlichen Türkei in den Arabischen Raum hinein gibt es „Hirudo sulukii“.

        Unser Europäischer Medizinischer Blutegel „Hirudo medicinalis“ wurde im 19. Jahrhundert sehr dezimiert, weil „Milliarden“ Blutegel für die Medizin aus der Natur entnommen wurden. Es gab eine Zeit im 19. Jahrhundert als nahezu jede Krankheit mit den Ansetzen von Blutegeln behandelt wurde.

        Heute kommt Hirudo medicinalis bei uns in Deutschland gelegentlich noch häufiger vor, im Norddeutschen Raum. Er steht unter Schutz und ist allgemein als Art gefährdet.
        Seine Nachzucht gelingt zwar auch inzwischen, aber er vermehrt sich nicht so gut wie „Hirudo verbana“.
        Leider werden noch immer – oder wieder – zu viele Blutegel der Natur entnommen, weil man nur mit diesen „Wildfängen“ gute Nachzuchtergebnisse in Zuchtbetrieben erhält.

        Hirudo medicinalis ist noch in Zentraleuropa, England, Skandinavien/Baltikum (bis Finland), in den östlichen Ländern bis hinter Moskau und südlich bis in die Alpen und in den nördlichen Balkan (Slowenien) verbreitet.
        In Slowenien, Ungarn und der Ukraine gibt es Übergangszonen von H. medicinalis zu H. verbana.

        Wenn Sie heute in Deutschland Therapie-Blutegel bestellen, dann kommen diese entweder als Importegel mit anschließender längerer Hygiene-Quarantäne direkt in den Handel. Oder sie werden Egel aus einer Nachzucht der wildgefangenen Elterntiere bekommen.
        Aus Hygienegründen sind diese Nachzuchttiere immer mit veterinärmedizinisch kontrolliertem Futterblut aufgewachsen.
        Das ist allerdings – wie bei anderer Massentierhaltung auch – eine Turbo-Zucht. Innerhalb von 9 Monaten wachsen diese Egel bis zur Geschlechtsreife. In freier Natur dauert das Heranwachsen 2 bis 3 Jahre, da sich junge Egel meist nur von Amphibien- oder Wasservogelblut ernähren und sowohl in der Sommerhitze, als auch im Winter eine Ruhezeit einhalten müssen.
        Die Importe der Blutegel kommen aus Bulgarien, Rumänien oder der Türkei.
        In diesen Ländern hat man allerdings inzwischen beginnende Nachschub-Sorgen, da man die Populationen der Blutegel dezimiert hat.

        Übrigens haben die sehr erfahrenen Mediziner der 19. Jahrhunderts alle Hirudo-Variationen schon gekannt und ihnen auch Unterschiede im Verhalten bzw. in der Wirkung bei der Therapie zugesprochen.
        Es könnte also durchaus sein, dass z.B. H. verbana nicht wirklich der beste Medizinische Blutegel zur Behandlung einer Arthrose ist.
        Hier ist noch Forschung erforderlich. Hängen die sehr vielfältigen Nutzungszwecke der Blutegel früherer Zeiten möglicherweise mit den verschiedenen Blutegel-Arten zusammen? Ich würde es nicht ausschließen.

        Die Schulmedizin hat Anfang des 20. Jahrhunderts dafür gesorgt, dass man nur noch von „dem Medizinischen Blutegel“ (Hirudo medicinalis) sprach. Erst seit ca. 20 Jahren hat man die Vielfalt der Blutegel neu beschrieben. Es werden sehr wahrscheinlich noch mehr neue Arten entdeckt, sofern man sich dafür interessiert.
        Mit jeder neu beschriebenen Art können auch neue „Naturstoffe“ entdeckt werden, da nicht alle Medizinischen Blutegel die gleichen Gerinnungshemmenden oder schmerzlindernden Stoffe haben.

        Nur der arme einheimische „Pferde- oder Vielfraßegel“ ist sein bösen Ruf nie mehr los geworden.
        Wissenschaftlich: „Haemopis sanguisuga“ – also als „echter Blutsauger“ benannt, trinkt er in Wirklichkeit kein Blut. Er frisst nur andere Würmer, Schnecken oder Insektenlarven im Wasser der Teiche.

        Der Volksmund kennt tatsächlich nur „Blutegel“, weshalb auch die vielen anderen Egelarten, die in unseren Gewässern leben, meist zu Unrecht als gefährlich bezeichnet werden.

        Es gibt in unseren Regionen noch andere Egel, die dennoch gelegentlich an Menschen Blut saugen.
        Der „Entenegel“ kann beim Baden in Naturgewässern in unsere Nase oder Mund gelangen und an Schleimhäuten Blut saugen. Natürlicherweise tut er das aber nur bei Wasservögeln.

        Im gesamten Mittelmeerraum gibt es noch den Egel „Limnatis nilotica“, der hauptsächlich in Viehtränken und Wasserstellen auf Esel, Ziegen, Schafe, Pferde, Rinder und Wildtiere wartet um in Mund und Nase Blut zu saugen.

        Wenn Sie noch Fragen zum Stand der Blutegelforschung haben, ich stehe gerne zur Verfügung.

        Beste Grüße von
        Andreas Weck-Heimann
        Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
        Sektion Evertebrata varia

      • Andreas Weck-Heimann

        Sehr geehrte Frau Dr. Moser,

        in Ihrem Text zur Biologie steht es schon richtig, nur das man heute, ca. seit Mitte der 2000er-Jahr) die früher meist nach Herkunft und Färbung unterschiedenen Arten tatsächlich auch genetisch und morphologisch eindeutig unterscheiden kann. Es handelt sich also nicht nur um Farbvarianten derselben Art.
        Innerhalb der Arten gibt es dann auch noch Farbvarianten, die sich jedoch genetisch und morphologisch nicht unterscheiden lassen.

        Zitat von Ihrer Seite: „So trennte man früher den deutschen oder medizinischen Blutegel (Hirudo medicinalis Linnè) vom ungarischen oder offizinalen Blutegel (Hirudo medicinalis Linné). Sie wurden nur anhand der Färbung ihrer Bauchseiten unterschieden. Der deutsche Blutegel hatte eine stark gefleckte Bauchseite, die teilweise so stark mit schwarzen Flecken übersät war, dass man den Grundton nicht mehr erkennen konnte, und eine stumpfere, eher ins bräunliche spielende Färbung. Der ungarische Blutegel hatte eine ungefleckte Bauchseite, eine lebhaftere Färbung mit eher grünlichen Tönen. Heute weiß man, dass beide Egel nur Farbvarianten derselben Art darstellen.

        Es gibt zahlreiche Varianten des medizinischen Blutegels, die sich bezüglich Färbung und Hautzeichnung unterscheiden. In aller Regel werden sie nach Herkunftsgegend unterschieden.“

        Die in Ihrer Beschreibung zur Historie der Blutegeltherapie genannten Egel anderer Weltregionen (Zoogeografische Regionen) sind ebenfalls andere Arten der „Hirudinea“. Alle mehr oder weniger nahe Verwandte unserer „Medizinischen Blutegel“. Im gesamten pazifischen Raum Fernost und Mittelamerika ist es übrigens die Art „Hirudinaria manillensis“, die als Medizinischer Blutegel Verwendung findet.

        Anbei noch ein US-amerikanischer Artikel aus dem Jahr 2009, der einen ersten Überblick zur weltweiten Verbreitung der Blutegel zeigt.
        Seither wurden weitere Details bekannt und einige neue Arten beschrieben.

        Ein schönes Wochenende wünscht
        Andreas Weck-Heimann

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